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Lauchhammer-Mitte (ehemals Bockwitz)

   

Das ehemalige Kirchdorf Bockwitz bildet heute den Ortsteil Lauchhammer-Mitte. Mit 8.001 Einwohnern (Stand: 01.01.2007) ist er der bevölkerungsreichste der Stadt. Das Stadtgebiet lehnte sich an den Rand eines dem Lausitzer Landrücken vorgelagerten Höhenzuges an, der in den letzten Jahrzehnten großflächig dem Bergbau zum Opfer fiel.

Der Ort liegt in einer Höhe von 94 m ü. NN und erreichte im nördlichen Teil mit dem Butterberg eine Höhe von 120 m. Nach Süden hin fällt das Gelände ab, gibt den Blick über das Elstertal (Breslau – Magdeburger - Urstromtal) frei, und am Horizont werden die Hügelreihen der Oberlausitz sichtbar. Bockwitz wird urkundlich erstmalig im Jahr 1267 im Copialbuch des Klosters Dobrilugk erwähnt. Die Deutung des Ortsnamens wird als Buchenwald ausgelegt. Bockwitz, ein wendischer Rundling, erstreckte sich im Westen bis an das Steinkreuz, im Osten bis zum Ende des heutigen Dietrich-Heßmer-Platzes. Die breite Dorfflur ist noch gut erkennbar. Der heutige Ortsplatz ist nicht der ursprüngliche Standort des Dorfes Bockwitz.

   


Das "Alte Dorf" lag etwa da, wo sich jetzt das Tagebaurestloch "Kuth-Teich" befindet. Mit der Gründung (1725) des Eisenwerkes Lauchhammer verbesserte sich die Lage der Landbevölkerung wesentlich. 1789 wurde auf dem Butterberg erstmals ein Braunkohlenflöz angebohrt und 1898 erfolgte die erste Brikettpressung. In der Folgezeit eröffneten weitere Grubenbetriebe und somit nahm der Ort ständig an Einwohnern und Größe zu. Erst nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich das Ländchen zu einem Zentrum der Schwerindustrie und des Bergbaues. Im Juli 1950 wurde aus den Ländchenorten Bockwitz, Dolsthaida, Lauchhammer und Mückenberg die Großgemeinde Lauchhammer gebildet, welche am 5. Juli 1953 das Stadtrecht erhielt. Damit verschwand der Name von Bockwitz.
Im Zusammenhang mit dem Bau (1952) der Großkokerei Lauchhammer entstanden im Stadtteil Mitte die Neustadt I und II. In den 70er Jahren folgte der Bau des Wohngebietes am Weinberg.

   

Die Nikolaikirche mit dem weithin sichtbaren schlanken Turm wurde etwa um 1200 errichtet. Zwischenzeitlich erfuhr sie vielfältige Veränderungen. So fällt die Beendigung des Turmbaues in das Jahr 1720 und seit 1790 begegnet sie uns in der heutigen Form. In unmittelbarer Nähe steht das alte Pfarrhaus, ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach von 1733. 1930 erfolgte die Verkleidung mit Schiefer.

 

Neben der Volksbank steht als Fachwerkbau die sogenannte "Alte Schäferei". Sie wird schon 1140 erwähnt. Der Schäfereibetrieb wurde noch bis 1873 geführt.

 

 

Heinz Helm / Lauchhammer

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