Update Eilmeldung: Evakuierung nach starkem Knall in der Weinbergstraße in Lauchhammer
Pressemitteilung
Am späten Abend des 07. Oktober 2026 alarmierten Anwohner eines Wohnblocks in der Weinbergstraße in Lauchhammer die Polizei, nachdem sie einen lauten Knall wahrgenommen hatten.
Die alarmierten Polizeibeamten zogen vor Ort umgehend die städtische Feuerwehr hinzu.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten einen starken Riss bis in die Dämmung des Gebäudes fest und entschieden in Absprache mit Bürgermeister Mirko Buhr, die Bewohner der Weinbergstraße 56 und 58 aus Sicherheitsgründen zu evakuieren.
Insgesamt waren 10 Personen von der Evakuierung betroffen. Fünf von ihnen wurden vorübergehend in der Stützpunktfeuerwehr in Lauchhammer-Mitte untergebracht, während die anderen fünf privat untergekommen sind.
Noch in der Nacht verstarb eine männliche Person in der Stützpunktfeuerwehr.
In den frühen Morgenstunden machte sich Bürgermeister Mirko Buhr persönlich vor Ort ein Bild von der Lage und stimmte sich mit dem Landkreis OSL und allen involvierten Behörden nochmals ab.
Der Vermieter (VIVET) wurde informiert und sagte zu, sich um neue Unterkünfte für die betroffenen Mieter zu kümmern.
Am Vormittag des 08. Oktober 2026 inspizierten Mitarbeiter der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises OSL das Gebäude.
UPDATE 08.10.26 13 Uhr:
Erstes Ergebnis der Begutachtung des Gebäudes durch die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises OSL:
Im Ergebnis und in Absprache mit dem Vermieter wurde auf Grundlage der Feststellungen der unteren Bauaufsicht gemeinsam die Entscheidung getroffen, zusätzlich zu den bereits evakuierten Aufgängen Nr. 58 und 56 des Wohnblocks auch den Aufgang Nr. 54 zeitnah leer zu ziehen, da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Schädigungen an diesem Gebäude weitergehen. Für das Leerziehen ist der Vermieter zuständig. Zudem wurde dem Vermieter (VIVET) die Empfehlung ausgesprochen, ein umfassendes Gutachten für das gesamte Gebäude zu beauftragen. Erst damit wird eine Gesamtbeurteilung zur Standsicherheit des Gebäudes möglich. Erst nach Einschätzung des Gutachters kann festgelegt werden, inwiefern persönliche Gegenstände aus den in der Nacht evakuierten Wohnungen geholt werden können.
Die untere Bauaufsichtsbehörde handelt dabei im Rahmen ihrer Zuständigkeit für die Gefahrenabwehr im Hinblick auf die bauliche Sicherheit. Aussagen zur Ursache der Schäden beziehungsweise zu der bereits getroffenen Mutmaßung zu einem möglichen Zusammenhang mit bergbaulichen Aktivitäten können momentan nicht getroffen werden.
Bürgermeister Mirko Buhr sprach allen beteiligten Einsatzkräften seinen ausdrücklichen Dank für die schnelle, besonnene und professionelle Hilfe aus.
Diese Meldung wird nach dem Vorliegen neuer Erkenntnisse aktualisiert.
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