Gesamtkonzept

Gesamtkonzept für Lauchhammer

 

Die Notwendigkeit zur Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für die Stadt Lauchhammer ergab sich aus den veränderten Rahmenbedingungen, insbesondere in den Bereichen Bergbausanierung und Grundwasserwiederanstieg. Die Auswirkungen des jahrzehntelangen Braunkohleabbaus zeigen sich heute an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet. Besonders betroffen sind die Bereiche Wilhelm-Külz-Straße und Pappelweg in Lauchhammer-Ost sowie die Schlosssiedlung in Lauchhammer-West. Zudem stehen zahlreiche Flächen aufgrund ausstehender Sanierungsmaßnahmen unter Bergaufsicht. Dazu kommt die Gefahr von Hochwasserereignissen durch die Schwarze Elster.

Gemäß Landtagsbeschluss erfolgte die Erarbeitung des Gesamtkonzeptes unter Einbindung der LMBV als verantwortlichem Bergbausanierungsunternehmen, dem Land Brandenburg und allen beteiligten öffentlichen Stellen. Zu diesem Zweck wurde eine Lenkungsgruppe gebildet, bestehend aus der Stadt Lauchhammer, dem Landkreis OSL, dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und der LMBV. Mit der Umsetzung des Gesamtkonzeptes wurde die Firma GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH aus Dresden beauftragt.

Ziel des Konzeptes war die Analyse der einzelnen Einfluss- und Gefährdungsfaktoren in Abgleich mit den aktuellen und prognostizierten Rahmenbedingungen zur Stadtentwicklung von Lauchhammer, die Ableitung von Zielen und Maßnahmen für die weitere gesamtstädtische Entwicklung, unter Berücksichtigung der Gefährdungs- und Einflussfaktoren und die Integration und Ergänzung bisheriger Zielformulierungen der Stadtentwicklung in eigene, aus der Analyse abgeleitete Ziele und Handlungsfelder, welche die besondere Situation der Gefährdungs- und Einflussfaktoren berücksichtigen.

 

Das Gesamtkonzept definiert vier Handlungsfelder.

  1. Reduzierung von beeinflussenden und gefährdenden Faktoren durch Bestandssicherung und Rückbau sowie die Begleitung von Gefährdungsfaktoren Betroffener. In der Stadtverwaltung soll eine Ansprechstelle für Betroffene eingerichtet werden.
  2. Innenorientierte Stadtentwicklung und Attraktivitätssteigerung durch Anpassung planungsrechtlicher Grundlagen und Konzepte, Fortführung der Konzentrationsprozesse auf den Innenbereich und siedlungsnahe Freiraumentwicklung. Dazu muss auch der Flächennutzungsplan an neue Rahmenbedingungen angepasst werden. Lauchhammer benötigt mehr Bauland.
  3. Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastrukturen durch Ausbau von Straßen- und Radwegeverbindungen.
  4. Würdigung des Bergbaus und der Industriegeschichte als Identitätsgeber durch Bewahrung, Sichtbarmachung und Erweiterung von Bergbauzeugnissen am Standort Reliktepark/Biotürme Lauchhammer-West sowie die Entwicklung eines Bildungs- und Erlebniszentrums für Kunstguss und Industriekultur am Standort Lauchhammer-Ost.

 

Die Schlosssiedlung in Lauchhammer-West, die besonders vom Grundwasserwiederanstieg betroffen ist, wird als Sonderthema betrachtet. 

 

Potenziale sieht das Gesamtkonzept im historischen Erbe, bei der Größe und Vielfalt an Grünflächen und den wirtschaftlichen Voraussetzungen. Die größten Herausforderungen sind die Gefährdungsfaktoren, die schrumpfende Bevölkerung und die soziale und technische Infrastruktur. Räumliche Entwicklungsschwerpunkte der Stadt sind der Schlosspark und der Kuthteich.

 

Abschlussbericht

 

Anlage 1 Datengrundlage

Anlage 2 Denkmale Lauchhammer

Anlage 3 Übersicht Kippenbebauung

Anlage 4 Allgemeine Verhaltensanforderungen Kippen

Anlage 5 Bergbaufolgeflächen einschließlich der Maßnahmen der LMBV

Anlage 6 Darstellung der Zonierung für die künftige Stadtentwicklung

Anlage 7 Maßnahmenübersicht Stadtentwicklung

Anlage 8 Projektskizzen

Anlage 9 Maßnahmenübersicht LMBV

Anlage 10 Maßnahmenübersicht nach Handlungsfeldern

Anlage 11 Maßnahmenübersicht nach Prioritäten

Anlage 12 Räumliche Darstellung der Maßnahmen

Anlage 13 Bericht zum Teilthema Schlosssiedlung