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Geschichte der Stadt

Lauchhammer ist eine sehr junge Stadt, da die Stadt aus einem Zusammenschluss von mehreren Orten heraus entstand. Zunächst schlossen sich die ersten Stadtteile Anfang der 50er Jahre zu einer Großgemeinde zusammen, die später das Stadtrecht erhielt. Die Ortsteile wurden zum 1. Januar 1994 eingemeindet.


Einen Überblick über die historische Entwicklung der einzelnen Stadt- und Ortsteile erhalten Sie auf den jeweiligen Detailseiten.

 

Im Folgenden soll sowohl ein kurzer Überblick über die Geschichte des gesamten Stadtgebietes gegeben werden als auch über die Entstehung der Stadt Lauchhammer.

 

Lauchhammer – eine grüne Stadt im Süden Brandenburgs mit fast 300jähriger Industrietradition - unterscheidet sich durch seine Struktur von vielen anderen Städten in der Umgebung. Hier sind Natur, Wohnen und Industrie ganz dicht beieinander.

 

Dies ist nur eine Facette der sprichwörtlichen Vielseitigkeit von Lauchhammer, fasst aber den Slogan unserer Stadt „…überraschend vielseitig“ treffend zusammen: Vielfalt in Sachen Landschaft, Wirtschaft, Freizeit und Kultur.

 

Die vier Stadt- und drei Ortsteile gruppieren sich rund um eine grüne Mitte.

 

Die außergewöhnliche Struktur der Stadt ist auf deren Entstehung zurückzuführen. Im Juli 1950 wurde aus den Ortschaften Bockwitz, Dolsthaida, Lauchhammer und Mückenberg die Großgemeinde Lauchhammer gebildet.

 

Bockwitz wurde zu Lauchhammer-Mitte, Mückenberg zu Lauchhammer-West, Lauchhammer zu Lauchhammer-Ost und Dolsthaida wurde zu Lauchhammer-Süd.

 

Am 5. Juli 1953 wurde der Großgemeinde Lauchhammer das Stadtrecht verliehen.

 

Die einst eigenständige Industriegemeinde Kleinleipisch wurde im Jahr 1974 eingemeindet und erhielt den Namen Lauchhammer-Nord. Um Lauchhammer-Nord in den ländlichen Entwicklungsraum zurückzuführen und grundlegende Perspektiven für eine nachhaltige Gestaltung zu schaffen, erfolgte dann zum 1. Oktober 2014 die Umbenennung zum Ortsteil Kleinleipisch.

 

Seit dem 1. Januar 1994 sind Grünewalde und Kostebrau Ortsteile von Lauchhammer.

 

Heute besteht Lauchhammer aus den Stadtteilen Lauchhammer-Mitte, Lauchhammer-Ost, Lauchhammer-Süd, Lauchhammer-West sowie aus den Ortsteilen Grünewalde, Kleinleipisch und Kostebrau.


Industriegeschichte

Lauchhammer ist einer der ältesten Industriestandorte Deutschlands. Die Wirtschaft war jahrhundertelang von Eisenguss, Schwermaschinenbau, Braunkohlenveredlung und Energieerzeugung geprägt.

 

Der Name Lauchhammer ist eng mit der Entdeckung von Raseneisenstein und mit der Gründung des Hüttenwerkes durch die Freifrau von Löwendal verbunden.

 

Mit dem Anblasen des ersten Hochofens am 25. August 1725 begann die Industrialisierung in Lauchhammer.

 

Der erste Eisenguss gelang 1784. Zeitgeschichtliche Ereignisse, wie die Völkerschlacht bei Leipzig und der Sieg über Napoleon, finden sich in zahlreichen Denkmalen wieder.
 

Die ausgezeichnete Gussqualität lockte namhafte Bildhauer wie Rietschel und Rauch nach Lauchhammer, was dazu beitrug, dass Kunstguss aus Lauchhammer auch international bekannt wurde.

 

Immer öfter kam auch Bronze als künstlerisches Material zum Einsatz. Großbronzeplastiken von Goethe und Schiller in San Francisco erinnern daran.

Auch der Glockenguss erlangte im Laufe der Zeit besondere Bedeutung

 

Graf von Einsiedel veranlasste den Bau der ersten Dampfmaschine Deutschlands, die ab 1804/05 das Wasser des Naundorfer Sees für die Hammerwerke nutzbar machte. Der Maschinenbau entwickelte sich rasant.

 

Die frühe Bedeutung des Lauchhammerwerks, das in der Folge unter zahlreichen Besitzern und Bezeichnungen firmierte, trat ab Beginn des 19. Jahrhunderts in den Schatten eines neuen Industriezweiges.

 

Schon 1802 wurden erste Braunkohlenlagerstätten entdeckt. Rund 70 Jahre später gab es im Raum Lauchhammer bereits 22 Braunkohlengruben. Mit dem Beginn der Kohleförderung entstanden die ersten Brikettfabriken. In der 1898 in Betrieb gegangenen Brikettfabrik „Milly“ wurde das erste Brikett gepresst. Die Braunkohlen- und Brikettindustrie AG (BUBIAG) wurde 1900 gegründet. Es wurden weitere Brikettfabriken gebaut und Kohlegruben erschlossen. Energie aus Braunkohle wurde 1912 über die erste 110-kV-Freileitung Europas vom Standort Lauchhammer nach Riesa übertragen.

 

Im Juni 1952 konnte an der ersten Braunkohlenkokerei der Welt in Lauchhammer der erste industriell hergestellte Koks gewonnen werden. In den 1950er Jahren nahmen weitere Kraftwerke und Brikettfabriken ihren Betrieb auf. Ab dieser Zeit wurde verstärkt die Fertigung von Tagebaugroßgeräten im Lauchhammerwerk aufgenommen. Diese waren nicht nur in allen Betrieben der Kohleindustrie des Landes im Einsatz, sondern fanden auch regen Absatz im Ausland.

 

Mit dem Pressen des letzten Briketts ging im März 1993 die über 100-jährige Geschichte der Braunkohlenverarbeitung zu Ende. Die Kokerei, Brikettfabriken und Kraftwerke wurden abgerissen.

 

Das Wegbrechen dieses so bedeutenden Industriezweiges hatte massive Auswirkungen auf die Zuliefer- und Nachfolgeindustrie. Mit der politischen und wirtschaftlichen Wende kam es zum Abbruch der Industrieentwicklung. Der Wirtschaftsstandort Lauchhammer wurde auf ein Minimum zurückgefahren. Lauchhammer und die Region standen vor der größten Herausforderung, den Strukturwandel in der Wirtschaft mit der Schaffung einer neuen Infrastruktur zu vollziehen.

 

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