Pressemitteilung
80 % der Schüler:innen wollen sich weiterhin in Kinder-und Jugendbeteiligung einbringen
Im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Kinder- und Jugendbeteiligung hat die Stadt Lauchhammer in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin der Oberschule „Am Wehlenteich“ und Dr. David Löw Beer vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung eine Studie zur Kinder- und Jugendbeteiligung und zur Situation der Kinder- und Jugendlichen während der Lockdowns auf den Weg gebracht.
Konkret wurden die Schüler:innen der Grundschulen Gartenschule Lauchhammer-West und der Europaschule Lauchhammer-Mitte sowie der Oberschule "Am Wehlenteich" danach befragt, wie sich ihr Leben in der Pandemie verändert hat, welchen Aktivitäten sie zu Hause und im Freien nachgegangen sind und welche Möglichkeiten und Wünsche sie in Bezug auf die Kinder- und Jugendbeteiligung in Lauchhammer haben.
2019 haben sich sehr viele Schüler:innen bei der ersten Kinder- und Jugendkonferenz in Lauchhammer eingebracht. Im Anschluss wollten sie ihr Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen fortführen. Durch die Coronapandemie war dies nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.
80% der Kinder und Jugendlichen können sich laut Studie vorstellen, weiterhin aktiv in der Kinder- und Jugendbeteiligung mitzuwirken.
Besonders viele Kinder und Jugendliche interessieren sich für die Arbeitsgruppe Freizeit und Familie. Etwa 2/3 der Kinder und Jugendlichen sind mit dem Zustand der Freizeitmöglichkeiten in Lauchhammer zufrieden.
Die inhaltliche Motivation scheint für Umweltthemen am höchsten. Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich, dass es bei den Angeboten einen respektvollen Umgang gibt, dass sie Spaß machen und man netten Kontakt zu anderen Kindern hat.
In der Studie wurde auch deutlich, dass viele Kinder und Jugendliche während der Pandemie vor allem unter den Kontaktbeschränkungen und den Schließungen von Sportstätten und Vereinen litten. Der Leidensdruck der Grundschüler:innen war diesbezüglich erheblich höher als bei den Oberschülerinnen.
Trotz der Beschränkungen sind die Kinder und Jugendlichen vielen unterschiedlichen Aktivitäten nachgegangen. Während Musik für Schüler:innen beider Schulformen eine große Rolle spielte, verbrachten die Schüler:innen der Oberschule „Am Wehlenteich“ mehr Zeit vor dem PC und Fernseher, während die Grundschüler:innen häufiger auf die Sport- und Spielplätze gingen.
Bereits in den Sommerferien gibt es eine gemeinsame Aktion mit dem Jugendbegegnungszentrum „Arche“ und der Schulsozialarbeiterin der Oberschule, Doritt Nikolaus im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung, die auch schon ausgebucht ist. Für die Zeit nach den Sommerferien sind wieder Treffen mit den Schülerinnen und Schülern und für den Herbst eine Kinder- und Jugendkonferenz in Planung.
Die Studie und aktuelle Infos zur Kinder- und Jugendbeteiligung sind auf der Internetseite der Stadt Lauchhammer unter Bildung & Jugend/Kinder- und Jugendbeteiligung zu finden.
Studie