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Entwicklung im 19. Jahrhundert

1803

Die erste Dampfmaschine Deutschlands wird gebaut.

1804 – 1817
Unter dem Sohn des Grafen von Einsiedel erfährt das Ländchen eine stürmische technische Entwicklung.

 

1815
Das Ländchen kam zu Preußen.

1836
Bau des ersten Balancier-Zylindergebläses  

Balancier-Zylindergebläse in Lauchhammer-Ost

1844
Auf Kostebrauer Flur wird die erste Braunkohlegrube betrieben.

Dem Kohlengeschäft wird jedoch keine rosige Zukunft vorausgesagt, da die Qualität der Braunkohle aufgrund zu hohen Wassergehaltes und relativ niedrigem Heizwert zu wünschen übrig ließ.

50er/ 60er Jahre
Das Interesse an Kohlegruben ist enorm gestiegen. Aus diesem Grund entstehen Hunderte Gruben in der Niederlausitzer Heide.

Zu Beginn der Kohleförderung liegt die Kohle an Hängen und Bruchrändern nahezu offen, sodass Hacke, Schaufel, Schubkarren, ein paar Tagelöhner oder Familienmitglieder reichen, um das Kohlengeschäft zu betreiben. Dabei ist das Kohleschürfen oft nur eine Nebenbeschäftigung, die bei ungünstigem Wetter, schlechtem Absatz oder anderen Gründen nach Belieben unterbrochen werden konnte.

Mit der Zeit werden die Erdlöcher immer tiefer und unzugänglicher, sodass sich der Tiefbau durchsetzt. Damit verbunden, steigen die Anforderungen an die Grubenbesitzer. Ausgebildete Fachleute werden nun gebraucht, die sich kein kleiner Grubenbesitzer leisten kann.

1870 – 1874
22 Gruben im Raum Lauchhammer

1870 – 1875
6 Eisenbahnlinien eröffnen; damit wird die Region mit ganz Deutschland verbunden.

1876
Im Lauchhammerwerk wird die Erzverhüttung eingestellt und der letzte Hochofen geht außer Betrieb.

1890
Ab dieser Zeit bringen weitere Kohlefunde einen Umschwung der gesamten Lebensumstände mit sich; in der Folge entsteht eine Brikettfabrik nach der anderen und der großindustrielle Braunkohlebergbau beginnt.

Mit der Zeit steigt der Bedarf an Rohbraunkohle immer mehr an, sodass der Tiefbau die benötigten Mengen nicht mehr fördern kann. So entsteht der Tagebau in einem neuen Stil mit einem großzügigen und planmäßigen Förderprinzip.

1897
Die ersten Tagebaue werden aufgeschlossen. Damit wird die Landwirtschaft, die bisher das Bild des Ländchens prägte, in den Hintergrund gedrängt.

Durch das Aufblühen der Kohleindustrie machen viele Bewohner des Ländchens ihren Acker zu Geld und verkaufen ihn als Kohlefeld.

Aus allen Teilen Deutschlands werden Fachkräfte und ungelernte Arbeitskräfte in die hiesige Region gebracht, da der Bedarf an Arbeitskräften enorm gestiegen ist.

1898
Das erste Brikett in Lauchhammer wird gepresst.

Trotz der Unbequemlichkeiten, die die Kohleindustrie mit sich bringt, bedeutet dies einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region. Die Gelder werden für das Schulwesen und die Infrastruktur verwendet.

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